Horizonterweiterung: Kooperationsmentalität

Guten Tag zusammen.

Im März 2011 erstellte die Universität St. Gallen im Auftrag der
Wirtschaftsförderung Bodensee eine Studie zur Lage der Kreativwirtschaft.

Folgende Branchenbereiche gehören zur Kreativwirtschaft:
1. Musikwirtschaft
2. Buchmarkt
3. Kunstmarkt
4. Filmwirtschaft
5. Rundfunkwirtschaft
6. Markt für darstellende Künste
7. Designwirtschaft
8. Architekturmarkt
9. Pressemarkt
10. Werbemarkt
11. Software-/Games-Industrie

Das Fazit ist unbequem. Vor Allem für mich als Teil dieses Wirtschaftszweiges.
Doch bestätigt es, was ich schon länger ahnte.

Modelle zur Besserung dieser Lage werden genannt, hängen jedoch von
Förderungsmaßnahmen ab.

Allem vorab ist diese Lage auf die Einstellung der Menschen in
dieser Branche zurückzuführen. Anders als in anderen Bundesländern, ist
die Kooperationsmentalität in Baden-Württemberg, worin man Ravensburg und
Friedrichshafen als bedeutsame Zentren sieht, miserabel; Haben die zahlreichen
Einzel-, Klein- bis Kleinstunternehmen doch schlichtweg Angst zu kooperieren!
Das liegt auch daran, dass die existenzielle Situation dieser Unternehmen,
welche meist Ein-Mann-Unternehmen sind, unter dem Existenzminimum liegt
und jeder Cent ins Gewicht fällt. Fördermaßnahmen sind entweder nicht oder
nur sehr wenige bekannt.Weiterer Punkt ist die Fortbildung der UnternehmerInnen.
Öffentliche Events, Workshops und Vorträge finden in Einrichtungen wie
der Zeppelin Universität, der IHK oder dem Marketingclub Bodensee statt,
erfreuen sich jedoch keiner hohen Frequentierung. Das liegt meines Erachtens
an der eingeschränkten Kapazität der Kreativfirmen. Dafür scheint schlichtweg
keine Zeit zu sein.
Zudem sind professionelle Kompetenzträger gezwungen ihr Angebot dem Markt
anzupassen und somit weitere, synergische Leistungen anzubieten, welche die
Chance auf größere Projekte erhöht, das Qualitätslevel jedoch aufgrund von
mangelnder Fachkenntnis sinken lässt. Diese Mentalität wirkt sich negativ auf
das Image der Kreativwirtschaft aus, da schlechte Erfahrungen mit derartigen
Firmen die übertriebene Vorsicht und die Auswahl über Sicherheitsmerkmale wie
Alter, Rechtsform und Mitarbeiterzahleiner Kreativfirma fördern.

Die Lösung: Kooperationen! Nicht nur, weil Netzwerke sich immer größerer Beliebtheit
erfreuen (Flexibilität, Qualität), sie machen absolut Sinn. Solange sich jeder
Netzwerkler auf seinen Kompetenzbereich beschränkt und sich in diesem fortbildet
und weiterentwickelt, kann ein hoher Qualitätslevel erreicht werden. Werden
verschiedene Kompetenzbereiche sinnvoll vernetzt und moderiert, sind Projekte,
egal welcher Größe, professionell realisierbar.
Die Erfüllung im Job mit DEM was Spaß macht, weil man es sehr gut kann, die
Anerkennung diesbezüglich und der Austausch mit anderen Netzwerklern, sind nur ein
paar der positiven Aspekte dieses Umdenkens.

Hierzu muss jedoch umgedacht werden. Die Bodenseeregion muss weg vom unverhältnis-
mäßigen Konkurrenzdenken, hin zu einem „Wir-Gefühl“.

„Wer glaubt, Ressourcen seien endlich, der Suche sich am Besten sofort
einen neuen Job!“

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